Parkhaus Süssmosterei, Eppingen

In Abwägung zwischen den Belangen des Schutzes der vorhandene Bausubstanz und dem Wunsch nach innenstadtnaher Handelsnutzung und des auch hierfür gewünschten Parkhauses erscheint uns die Frage der geschickten Lage des Parkhauses von besonderer Bedeutung.

Für die Fachwerkstadt Eppingen schlagen wir den Erhalt der historischen Süßmosterei vor als Teil der historischen Bausubstanz Eppingens. Dies wird erreicht durch ein Verschieben des Baukörpers des Parkhauses in Richtung Brauereigebäude. Zur Brauerei Palmbräu hin wird in Ergänzung des vorhandenen Stadtgefüges ein Straßenraumerweiterung angeboten („Palmgarten"), ebenso wie gegenüber der alten Süßmosterei eine städteräumliche Öffnung in Fortführung der mittelalterlichen Durchwegung vom Marktplatz her. Die alte Süßmosterei wird einer Handelsnutzung zugeführt.

Der Baukörper des Parkhaus selbst wird als solider kantiger haptischer Körper in monolithischer Schlichtheit ausgebildet. Ungelochte Ziegel als Langformat in hellbeiger Farbigkeit gehen ein
harmonisches Bild mit dem ortstypischen Mühlbacher Sandstein als moderne Interpretation von Ausfachung; eine scheinbar einheitliche, in Wirklichkeit differenzierte (handwerklich fein) gearbeitete Oberfläche als lichtdurchlässiges Gitterwerk, das eine natürliche Belüftung des Parkhauses erlaubt, perforiert und doch haptisch

Als Nachtbild wirkt der Baukörper durch Hinterleuchtung als filigrane Laterne mit Aussenwirkung in den Stadtraum.

Art

Mehrfachbeauftragung, 2014

Ort

Eppingen

Auslober

Stadt Eppingen

Bearbeiter

M. Dürr | H. Baurmann | K. Zahorszky | T. Quynh

Visualisierung

Stuchlik 3D

Platzierung

3. Rang