Schulungsgebäude Forststützpunkt, Calmbach

Der forstliche Hauptstützpunkt Calmbach im Enztal im nördlichen Schwarzwald wird um ein Betriebsgebäude erweitert, das neben einem großen Schulungsraum auch eine Werkstatt, Umkleide- und Sanitärräume sowie mehrere Büros aufweist.

Mit Holz zu bauen, lag nahe. Aufgrund der sehr beengten Verhältnisse auf dem Grundstück am Fuss eines Berghanges entschieden wir, den Baukörper leicht zu verziehen: er passt sich dadurch der Geländeform an und gliedert sich dennoch ein in das Ensemble bestehender Lagergebäude.

Das zweigeschossige Gebäude ist auf allen Seiten mit Schindeln überzogen, wie sie im Enztal typisch sind. Neben dem Witterungsschutz gliedern sie das Gebäude hervorragend in die ländliche Umgebung ein. Durch die leicht verzogene Grundform und die vollflächige Schindelbekleidung lässt sich nicht mehr in Fassade und Dach unterscheiden, sondern die Hülle wird als Ganzes wahrgenommen – das Gebäude wirkt in seiner Großform wie die alten landwirtschaftlichen Nutzgebäude.

Weite Teile des Gebäudes sind als veredelter Rohbau realisiert, ohne zusätzliche Sichtoberflächen. Holz als moderner Baustoff kommt dabei in seiner ganzen Vielfalt zum Einsatz. Auch die Technik steht für eine nachhaltige Forstwirtschaft: der Bau wird über eine moderne Pelletsanlage beheizt, das Brauchwasser über Dachkollektoren erwärmt. Die innere Struktur ist einfach gehalten, ebenso die Detaillierung und die Materialien, um den engen Kostenrahmen einzuhalten.

Ort

Bad Wildbad-Calmbach, Kepplerstraße

Bauherr

Vermögen und Bau BW, Amt Pforzheim

Projektleitung

H. Baurmann

Bearbeiter

M. Gerstner

Bauleitung

H. Baurmann

Planung

2009

Realisierung

2009 - 2010

Fotos

bild_raum | D. Altenkirch

Nutzfläche

335 m2 

BRI

2.241 m3 

Leistungsphasen

2 - 8

Bruttobaukosten

1.000.000 €

Publikationen

mikado, Nr. 5/11, S. 24, Kissing 2011
Architektur und Wissen, S. 30, Münster 2015
Architektur Pforzheim, S. 136, Mannheim 2017